12 Tage Norwegens Fjorde entdecken. Geführte Motorradreise von Kurvenjagd.

Norwegens Fjorde!

Atemberaubende Fjorde, endlose Küstenstraßen & pure Freiheit – erlebe Norwegen auf einer unvergesslichen Motorradtour!

Zeitraum

28.08. - 08.09.2026

18.06. - 29.06.2027

Leistungen

Geführte Motorradreise mit max. acht Motorrädern. Fähre mit Motorradstellplatz, kurvige Routenführung und abwechslungsreiche Strecken inbegriffen.

Übernachtung

11 Übernachtungen inkl. Frühstück und Stellplatz für Dein Motorrad.

Distanz

12 Reisetage, aufgeteilt in 11 Fahrtage mit insgesamt ca. 3.500 km.

12 Tage Norwegens Fjorde entdecken. Geführte Motorradreise von Kurvenjagd.

Norwegen Inside: Die große Fjord- & Fjell-Expedition

Diese geführte Motorradreise durch Norwegen verbindet die landschaftlichen Ikonen Skandinaviens mit unbekannten Pfaden, die oft nur Einheimischen vorbehalten bleiben. Die Route ist so konzipiert, dass sie dem Massentourismus durch antizyklische Planung und die Wahl versteckter Nebenstrecken konsequent ausweicht. Vom Start im Norden Hamburgs über Dänemark bis tief in das norwegische Hochland bietet diese Tour eine kuratierte Balance aus fahrerischem Anspruch, spektakulärer Natur und bewusster Entschleunigung.

Strecke

Norwegen Inside: Fjord, Fjell und verborgene Pfade

Diese geführte Motorradreise führt von Hamburg tief in die norwegische Fjord- und Gebirgswelt, konsequent geplant abseits der üblichen Touristenströme. Die Route kombiniert kurvenreiche Geheimtipps im Hinterland mit spektakulären Landschaftserlebnissen wie dem Lyseveien und dem Folgefonna Gletscher. Ein besonderer Fokus liegt auf der strategischen Routenplanung: Durch antizyklische Fahrzeiten werden Ikonen wie der legendäre Trollstigen in den frühen Morgenstunden nahezu verkehrsfrei erlebt, ergänzt durch historische Pässe wie den Gamle Strynefjellvegen und den Blick auf den Geirangerfjord.

Der Streckenverlauf inszeniert eindrucksvolle Kontraste, vom maritimen „Inselhüpfen“ auf der Atlantikstraße bis zur einsamen Weite des Dovrefjells und dem Geheimtipp Friisvegen. Abgerundet wird das anspruchsvolle Fahrerlebnis durch abenteuerliche Etappen auf dem geschotterten Jotunheimvegen sowie bewusste Ruhetage an der wilden Küste und in den Wäldern, bevor die Rückreise entspannt über Larvik erfolgt.

Inklusivleistungen

Bei mir erhältst Du ein Komplettpaket, mit dem Du Dich nur um Dich und Dein Motorrad kümmern musst. Den Rest übernehme ich.

Im Preis enthalten:

  • 12 Reisetage mit maximal 8 Motorrädern plus Guide, aufgeteilt in 11 Fahrtage mit insgesamt ca. 3.500 km.
  • 11 Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück und Stellplatz für Dein Motorrad.
  • Fährüberfahrt inkl. Motorradstellplatz und Frühstück bzw. Abendessen.
  • 1 Abendevent mit lokalen Spezialitäten, Getränken sowie - sofern möglich - Kulturprogramm inklusive.
  • GPX-Datei zur Navigation vorab als Download
  • Digitales Roadbook mit allen wichtigen Informationen wie Übernachtungsorte, Einreisebestimmungen, Packliste, etc.
  • WhatsApp-Gruppe. 90 Tage vor der Tour lade ich alle Teilnehmer in eine WhatsApp-Gruppe ein und teile dort weitere Informationen.
Kleine Mittagspause an der Elbphilharmonie in Hamburg. Tagestour von Kurvenjagd

Buche jetzt!

€3.450,00
Inkl. Steuern.
8 übrig

Häufig gestellte Fragen

Für wen eignet sich die Tour?

Wir fahren flott, hauptsächlich auf asphaltierten Straßen und zwischendurch auch auf Schotter. Niemals jedoch Offroad.

Solltest du Anfänger sein oder Deine Maschine hat unter 500ccm Leistung, ist diese Tour leider nichts für dich.

Wie viele Pausen gibt es am Tag?

Für jede Strecke ist immer eine längere Mittagspause eingeplant, für die im Vorfeld - sofern möglich - für uns reserviert wird.

Neben der großen Mittagspause gibt es regelmäßig die Möglichkeit zu trinken oder zu snacken. Ich brauche meinen Capuccino und halte dafür gerne bei Gelegenheit an ;-)

Natürlich halten wir an besonderen Spots, damit ihr auch ausreichend Zeit für Foto- und Videoaufnahmen habt, oder einfach nur den Moment genießen könnt.

Wieviele Gruppen fahren mit?

Ich plane nur mit einer Gruppe pro Tour mit maximal 8 Motorrädern plus Guide. Dadurch kann ich euch eine Motorradreise abseits der Massenevents anbieten und individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe eingehen.

Wie läuft die Kommunikation ab?

Für die Teilnehmer richte ich drei Monate vor der jeweiligen Tour einen eigenen WhatsApp Kanal ein, über den wir im Vorfeld alle Informationen austauschen können. Hier gebe ich z.B. auch Tipps für das notwendige Gepäck, Einreisebestimmungen oder stehen für alle Fragen rund um die Tour zur Verfügung.

Natürlich hast du auch die Möglichkeit, mit mir direkt in Kontakt zu treten.

Reist jeder für sich selbst an?

Die Anreise zum Startpunkt der Reise erfolgt durch jeden individuell. Über den vorher eingerichteten WhatsApp Kanal kann eine gemeinsame Anreise aber koordiniert werden.

TAG 1

Startschuss in den Norden

Tagesetappe (ca. 515 km + Fähre): Heute heißt es: Strecke machen. Unser Ziel sind die norwegischen Fjorde, und dafür müssen wir Kilometer fressen. Damit wir nicht im Stadtverkehr feststecken, treffen wir uns strategisch günstig direkt im Hamburger Norden.

Ich führe uns auf dem schnellsten Weg raus aus Deutschland. Der Fokus liegt heute auf Effizienz, aber auch auf dem guten Gefühl, dass der Alltag im Rückspiegel immer kleiner wird. Wir rollen zügig über die Grenze nach Dänemark – die Landschaft wird flacher, der Horizont weiter.

Ein Muss für Biker: Kult-Pause bei Annie
Dänemark-Transit muss nicht langweilig sein. Ich habe einen festen Stopp eingeplant, der für viele Skandinavien-Fahrer längst Kultstatus hat: Annies Kiosk. Direkt am Flensburg Fjord gelegen, vertreten wir uns die Beine.

Hier gibt es keine Diskussion: Ein echter dänischer Hotdog (Ristede!) oder ein großes Soft-Eis gehören einfach dazu. Mit dem Blick aufs Wasser und dem Snack in der Hand spüren wir zum ersten Mal so richtig: Der Urlaub hat begonnen.

Das Tor zu Norwegen: Die Fähre
Am Nachmittag erreichen wir Hirtshals. Wir reihen uns mit den Motorrädern in die Warteschlange der Fähre ein – ein Moment, den ich liebe, weil man hier oft schon die ersten Benzingespräche mit anderen Reisenden führt.

Sobald die Maschinen sicher an Deck vertäut sind, genießen wir die Überfahrt. Wir lassen uns den Wind um die Nase wehen, während das dänische Festland verschwindet und am Horizont die Küste Norwegens auftaucht. Am Abend rollen wir in Kristiansand von Bord. Wir fahren nur noch das kurze Stück zum Hotel, checken ein und ruhen uns aus. Denn morgen früh warten die ersten Kurven auf uns.

12 Tage Norwegens Fjorde entdecken. Geführte Motorradreise von Kurvenjagd.
12 Tage Norwegens Fjorde entdecken. Geführte Motorradreise von Kurvenjagd.

TAG 2

Vom Küstenland ins Herz der Fjorde

Tagesetappe (ca. 260 km): Wir starten den Tag in Kristiansand, aber lassen den Verkehr schnell hinter uns. Mein Ziel für den Vormittag: Dir das Norwegen zu zeigen, das man nur findet, wenn man sich auskennt. Wir fahren dazu direkt ins Landesinnere – hier sind die Straßen schmaler und die Natur näher.

Über Seitenstraßen fahren wir entspannt durch Wälder und vorbei an kleinen Seen bis nach Koland. Es ist genau diese Ruhe auf Strecken wie nach Byremo, die ich an Norwegen so schätze. Kein Stress, nur Du und die Straße.

Richtung Hochland: Fahrfluss pur
Der Weg wird rauer und interessanter. Über Ovre Oydna arbeiten wir uns weiter nach Norden vor. Nach einem Tankstopp in Lunden führe ich Dich über Froytland – eine Strecke, die fahrerisch einfach Spaß macht.

Vorbei am Kongevollvatnet und über Tonstad merken wir, wie sich die Landschaft verändert. Es wird alpiner. In Tjorhom machen wir in einem unglaublich schönen Restaurant Mittagspause, bevor das große Highlight des Tages ansteht.

Das Finale: Der Lyseveien
Nach dem letzten Tankstopp bei Storas geht es hoch hinaus. Wir erklimmen das Hochplateau zum Lysevegen. Die Anfahrt durch die raue Fjell-Landschaft ist nur das Vorspiel für den spektakulären Abstieg nach Lysebotn.

In 27 engen Haarnadelkurven schraubt sich die Straße in den Fjord – inklusive des berühmten Kehrtunnels. Ein kurzer Stopp am Øygardsstølen ("Adlernest") ist Pflicht für das ikonische Foto der Serpentinen.

Unten angekommen, parken wir die Maschinen auf der Fähre. Die Fahrt durch den majestätischen Fjord bis nach Forsand ist für mich der perfekte Moment, um den Tag mit euch Revue passieren zu lassen, bevor wir im Hotel einchecken.

TAG 3

Ryfylke-Saga: Von Fjordgärten zur Gletscherstraße

Tagesetappe (ca. 300 km): Wir starten unseren Tag in Forsand an der Mündung des Lysefjords und cruisen entspannt nordwärts. Die Landschaft ist hier geprägt von grünen Inseln und sanften Hügeln – ein perfektes "Warm-up" für die Reifen. Die Strecke bietet herrliche Ausblicke auf die Fjordarme, bevor wir Hjelmeland erreichen – das Zentrum des norwegischen Obstanbaus. Hier tanken wir und setzen mit der Fähre über. Eine willkommene Pause auf dem Wasser mit frischer Seeluft.

Auf der anderen Seite, ab Nesvik, tauchen wir tiefer in die raue Natur ein. Wir folgen der Küstenlinie bis nach Ropeid. Hier beginnt die legendäre Architektur-Route. Die Strecke schlängelt sich am Fjord entlang bis zur Industriestadt Sauda (Tankstopp), wo wir den mächtigen Svandalsfossen passieren – bei viel Wassernebel gibt es eine kostenlose Dusche für Bike und Fahrer.

Jetzt ändert sich der Charakter der Tour radikal: Wir erklimmen den Hellandsbygdvegen ins Hochgebirge. Die Vegetation weicht nacktem Fels, dunklen Bergseen und oft auch im Spätsommer noch Schneefeldern. Wir passieren die historischen Zinkminen in der Allmannajuvet-Schlucht, deren moderne Architektur einen faszinierenden Kontrast zur wilden Natur bildet.

In Røldal angekommen, atmen wir Geschichte: Die Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert war einst einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Landes. Nach einer verdienten Mittagspause nehmen wir den Røldalsfjellet. Die alte Passstraße bietet traumhafte Kehren und führt uns in das berühmte "Tal der Wasserfälle". Der Låtefossen donnert hier direkt neben – und auf – die Straße.

Das Finale führt uns durch Odda und entlang des Sørfjords durch den Folgefonntunnel. Wenn wir aus dem Tunnel kommen, begrüßt uns die Gletscherlandschaft rund um Jondal. Ein letzter Tankstopp, und wir checken direkt am Fjord in unser Hotel ein.

TAG 4

Vom ewigen Eis in den tiefen Fjord

Tagesetappe (ca. 250 km): Wir starten heute bewusst früh. Während die Touristenbusse noch am Hotel stehen, sind wir schon auf der Straße. Wir wollen die Stille, die klare Morgenluft und vor allem: die leeren Kurven. Unser erstes Ziel ist nichts Geringeres als das ewige Eis.

Wir verlassen die Hauptroute und biegen ab auf eine kleine, spektakuläre Sackgasse, die sich entlang des Dravladalsvatn immer höher ins Gebirge schraubt. Die Luft wird spürbar frischer, die Vegetation weicht nacktem Fels. Oben angekommen, stehen wir direkt vor dem gewaltigen Folgefonna Gletscher. Der Blick auf die blau schimmernden Eismassen, während unsere Motoren noch leise knistern, ist ein Moment, den Du nicht vergessen wirst.

Ingenieurskunst & Design-Pause
Zurück im Tal cruisen wir entspannt am Fjordufer entlang. Norwegen ist das Land der Tunnel, und heute zeigen wir Dir einen ganz besonderen: Den Vallaviktunnelen. Hast Du schon mal einen blau beleuchteten Kreisverkehr mitten im Inneren eines Berges durchfahren? Hier erlebst Du es.

Kurz darauf erreichen wir den rauschenden Skjervsfossen. Hier machen wir unsere Mittagspause. Dieser Ort ist berühmt für die wohl außergewöhnlichste Rastanlage Norwegens: Selbst die Toiletten sind hier preisgekröntes Design mit Glasboden-Blick auf den Fluss. Ein perfekter, fast surrealer Ort zum Durchatmen.

Das Finale: Historische Pfade & Fjord-Idylle
Am Nachmittag wird es noch einmal landschaftlich gewaltig. Wir durchqueren beeindruckende Talsohlen und nähern uns dem historischen Gebiet um die Stalheimskleiva. Die steilen Hänge und der Blick in das Nærøydalen bieten eine atemberaubende Kulisse, die die wilde Schönheit Norwegens perfekt einfängt.

Zum Abschluss des Tages rollen wir hinunter nach Aurland. Eingebettet zwischen steilen Bergen direkt am Wasser, beziehen wir unser Hotel. Nach den Höhenmetern am Gletscher und den tiefen Tälern genießen wir hier den Abend – vielleicht mit einem kalten Getränk und dem Blick auf den stillen Fjord.

TAG 5

Drei Pässe, Schneestraße und tausend Eindrücke

Tagesetappe (ca. 340 km): Heute gibt es kein warm-up, heute starten wir direkt ins Abenteuer. Von unserem Hotel in Aurland schrauben wir uns sofort steil nach oben. Unser erstes Ziel: Der berühmte Stegastein. Auf dieser spektakulären Rampe stehen wir 650 Meter senkrecht über dem Fjord – ein Fotomotiv, das um die Welt geht.

Doch für uns fängt der Spaß erst an. Wir fahren weiter auf der "Snow Road" (Aurlandsfjellet). Wo unten noch Sommer ist, fahren wir hier oben oft zwischen meterhohen Schneewänden hindurch über das karge Fjell. Die Abfahrt nach Lærdalsøyri ist purer Genuss, bevor wir kurz die Maschinen auftanken.

Der Geheimtipp: Tindevegen & Sognefjellsvegen
Nach einer kurzen Verbindungsetappe entlang des Fjords biegen wir in Øvre Årdal ab auf eine Strecke, die viele Touristen verpassen: den Tindevegen. Diese schmale, mautpflichtige "Straße der Gipfel" führt uns durch eine raue, wilde Gebirgslandschaft, die Dich fordern und begeistern wird.

Wir kommen aus dem Staunen kaum heraus, denn wir streifen kurz den Sognefjellsvegen – das Dach Norwegens – und wedeln die Kurven hinunter bis nach Fortun. Die Fahrt entlang des Lustrafjords bis nach Hermansverk gibt uns Zeit, den Puls etwas zu senken. Hier, direkt am Sognefjord, stärken wir uns beim Mittagessen für das große Finale.

Nachmittag der Kehren: Gaularfjellet & Wasserfälle
Glaubst Du, Du hast heute schon alles gesehen? Warte ab. Vor uns liegt das Gaularfjellet. Die Auffahrt ist ein Labyrinth aus Serpentinen, das uns hinauf zum Utsikten führt – einer architektonisch genialen Aussichtsplattform, die wie ein Flügel über dem Abgrund schwebt.

Auf dem Hochplateau wird es wildromantisch. Wir cruisen entlang der "Wasserfallstraße" und halten am Likholefossen, in dessen Nähe wir auch unser Nachtlager aufschlagen werden.

TAG 6

Zeitreise zum Geiranger & Vorfreude auf den Troll-Mythos

Tagesetappe (ca. 300 km): Wir starten den Tag entspannt vom Likholefossen aus. Die erste Etappe führt uns durch malerische Täler und am Wasser entlang bis nach Vassenden und weiter nach Stryn. Diese Strecke ist der perfekte "Warm-up": Die Kurven sind weit, der Asphalt gut, und wir finden unseren gemeinsamen Rhythmus. In Stryn genießen wir ein Mittagessen und stärken uns, denn ab hier verlassen wir die modernen Hauptverkehrsadern.

Die alte Bergstraße
Statt durch dunkle Tunnel zu eilen, biegen wir bewusst ab auf den Gamle Strynefjellvegen. Diese historische Passstraße ist ein Stück norwegische Seele. Hier gibt es keine Leitplanken aus Stahl, sondern handgesetzte Begrenzungssteine. Wir cruisen vorbei an moosbewachsenen Felsen und oft meterhohen Schneewänden. Es ist eine Fahrt wie vor 100 Jahren – rau, ursprünglich und wunderschön.

Vom höchsten Gipfel tief in den Fjord
Jetzt jagt ein Superlativ den nächsten. Wir schrauben uns hinauf zum Dalsnibba. Auf dem Skywalk in 1.500 Metern Höhe liegt uns Norwegen zu Füßen. Der Blick hinab in den tiefblauen Geirangerfjord ist weltberühmt – und genau dort fahren wir hin.
In endlosen Kehren wedeln wir hinunter bis auf Meereshöhe nach Geiranger. Die Atmosphäre unten im Fjord, umgeben von steilen Felswänden und Wasserfällen, ist magisch.

Das Finale: Adlerstraße & Strategischer Stopp
Zum Abschluss des Fahrtages gönnen wir uns die berühmte Adlerstraße. In engen Serpentinen klettern wir aus dem Fjord heraus und genießen den Postkartenblick zurück. Doch wir fahren nicht mehr weit. Unser Ziel ist das Gudbrandsjuvet, eine spektakuläre Schlucht mit prämierter Architektur.

Hier stellen wir die Maschinen ab. Warum? Weil wir einen Plan haben. Nur wenige Kilometer weiter wartet der legendäre Trollstigen auf uns. Indem wir heute hier stoppen, vermeiden wir den abendlichen Trubel. Wir ruhen uns aus, schlafen direkt an der Schlucht und sind morgen früh die Ersten auf der "Trollstiege", wenn der Asphalt noch frisch und die Straße leer ist.

TAG 7

Dein Tag zum Durchatmen

Ruhetag: Sechs Tage Kurvenjagd liegen hinter uns. Deine Hände kennen jeden Griff am Lenker, Dein Kopf ist voll mit Panoramen von Fjorden und Pässen. Genau deshalb bleiben die Maschinen heute kalt. Ich plane diesen Stopp bewusst hier im Inland, weit weg vom Trubel, damit Du wirklich runterfahren kannst.

In der Region rund um Alstadsæter ticken die Uhren anders. Hier gibt es keinen Verkehrslärm, nur das Rauschen der Bäume und vielleicht das Knacken von Holz im Kamin. Es ist der perfekte Ort, um den Adrenalinspiegel zu senken und einfach nur „zu sein“.

Ob Wandern oder ein Buch genießen bei einer Tasse Kaffee. Du entscheidest, worauf Du Lust hast.

In der Nähe gibt es kleine Seen oder Flüsse. Wenn Du mutig bist, ist ein Bad im klaren, frischen Wasser der beste Weckruf für den Körper.

Der Abend gehört uns
Am Abend kommen wir zusammen und genießen gemeinsam etwas norwegische Tradition. Wir tauschen uns über die Erlebnisse der letzten Tage aus und spüren, wie die Energie zurückkehrt. Diese Ruhe hier in Alstadsæter ist kein Stillstand, sie ist das Fundament für die nächsten Kilometer.

12 Tage Norwegens Fjorde entdecken. Geführte Motorradreise von Kurvenjagd.

TAG 8

Wo Trolle auf den Ozean treffen

Tagesetappe (ca. 270 km): Heute klingelt der Wecker früh – und Du wirst mir dafür danken. Wir starten bewusst vor dem großen Touristenansturm, denn wir haben eine Verabredung mit einer Legende: dem Trollstigen.
Wenn wir die berühmten 11 Haarnadelkurven in Angriff nehmen, gehört die Straße fast uns allein. Die Luft ist klar, der Asphalt griffig, und der Blick auf den tosenden Stigfossen-Wasserfall ist ungestört. Oben angekommen, atmen wir durch und genießen diesen erhabenen Moment, bevor die Busse kommen.

Vom Gebirge an den offenen Atlantik
Wir lassen die Berge hinter uns und ändern die Kulisse komplett. Über Sylteosen nähern wir uns der Küste. Die Vorfreude steigt, denn das nächste Weltwunder wartet schon: Die Atlantikstraße.
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, mit dem Motorrad über die geschwungenen Brücken zu fahren, die Inseln und Schären miteinander verbinden. Besonders die berühmte Storseisundet-Brücke hat es mir angetan. Hier riecht man das Salz und spürt die Gischt – ein perfektes Fotomotiv und ein noch besseres Fahrerlebnis.

Endloses Inselhüpfen statt Stadtverkehr
Kurz darauf erreichen wir Kristiansund. Doch während andere hier in den Stadtverkehr abbiegen, bleiben wir im "Flow". Wir sind zum Motorradfahren hier, nicht zum Shoppen.
Wir lassen die Stadt links liegen und genießen stattdessen das pure Fahrvergnügen. Es folgt ein entspanntes Inselhüpfen über Brücken und durch Tunnel, immer begleitet vom Blick aufs Wasser. Nach diesem ereignisreichen Tag erreichen wir unser Nachtlager, wo wir bei absoluter Ruhe die Eindrücke von Felswand und Meeresbrandung sacken lassen.

TAG 9

Durch das Tal der Riesen zur endlosen Weite

Tagesetappe (ca. 300 KM): Wir verlassen unsere Unterkunft und damit die Fjordlandschaft, um in das Herz Norwegens vorzudringen. Unsere Route führt uns durch das Sunndalen. Hier fühlen wir uns auf den Motorrädern winzig klein: Links und rechts ragen die Felswände senkrecht in den Himmel, Wasserfälle stürzen hunderte Meter in die Tiefe. Es ist eine Fahrt durch eine Kathedrale aus Stein.

Das Dach Norwegens: Dovrefjell & Rondane
Ab Oppdal ändert sich alles. Wir klettern höher und erreichen das Dovrefjell. Die Bäume verschwinden, der Blick wird weit. Wir fahren durch eine archaische Tundra-Landschaft – die Heimat der Moschusochsen. Oft sieht man die urzeitlichen Riesen als dunkle Flecken in der Ferne.

Über Hjerkinn und Folldal biegen wir ab Richtung Rondane Nationalpark. Die Silhouette der blauen 2.000er-Gipfel begleitet uns am Horizont. Wir lassen die Hauptverkehrsadern bewusst schnell hinter uns, denn mein Ziel für heute ist ein ganz anderes.

Der Friisvegen
Alles, was wir heute gefahren sind, war nur das Vorspiel für dieses Finale. Wir biegen ab auf die Route 2204, besser bekannt als der Friisvegen. Für viele Norwegen-Kenner ist dies eine der schönsten Hochlandstraßen überhaupt. Hier oben gibt es keinen Durchgangsverkehr, keine Wohnmobile, nur uns und das Fjell. Die Straße windet sich in endlosen Schwüngen über das Hochplateau. Der Asphalt ist griffig, die Sicht reicht bis zum Horizont. Für mich eine der schönsten Strecken.

Schlafen in der Einsamkeit
Wir müssen dieses Paradies nicht verlassen, um ein Hotel zu suchen. Wir bleiben direkt hier. Unsere Unterkunft liegt oben am Friisvegen. Wenn wir die Motoren abstellen, hören wir: nichts. Nur den Wind in der Heide – ein magischer Abschluss.

TAG 10

Staub auf den Stiefeln

Tagesetappe (ca. 280 km): Auch wenn wir uns langsam Richtung Süden orientieren müssen, ist die Tour noch lange nicht vorbei. Ich habe mir für heute ein echtes "Sahnestück" aufgehoben. Wir rollen gemütlich durch das malerische Hinterland und genießen den Asphalt, denn gleich wird es staubig.

Das Abenteuer: Der Jotunheimvegen
Jetzt biegen wir ab – weg vom Mainstream, hinein in die Wildnis. Vor uns liegt der Jotunheimvegen.
Dies ist keine normale Straße, sondern eine mautpflichtige "Naturstraße". Für viele ist dieser rund 45 Kilometer lange Schotterpass ein weiteres Highlight der Reise. Keine Sorge: Der Schotter ist fest und gut zu fahren, aber das Gefühl ist unglaublich.

Wir fahren direkt am Ufer des Vinstre-Sees entlang, rechts und links grasen Schafe und Kühe frei auf der Straße, und am Horizont ragen die Gipfel des Jotunheimen-Gebirges auf. Ein bisschen Staub auf der Jacke gehört heute einfach dazu und ich bin mir sicher, dass Du mir das verzeihen wirst.

Mittagspause mit Panorama
Nach dem Schotter-Spaß erreichen wir wieder festen Boden und biegen auf die Landschaftsroute Valdresflya (Route 51) ab. Wir klettern hoch auf das karge Fjellplateau.
Unser Ziel: Das Café Valdresflya. Es wirkt wie ein architektonisches Ufo in der Steinwüste. Hier machen wir Mittagspause. Der Blick aus den riesigen Panoramafenstern auf die schneebedeckten Gipfel ist gigantisch. Der Kaffee schmeckt nach dem Ritt über den Jotunheimvegen doppelt so gut.

Entspanntes Cruisen ins Tal
Der Nachmittag steht im Zeichen des "Auswedelns". Wir verlassen die rauen Höhenlagen und die Landschaft wird wieder grüner, waldreicher und sanfter. Nach einigen Kilometern beziehen wir dann endlich unser Quartier.

TAG 11

Ein letzter Tanz am Fjord – Abschied vom Norden

Tagesetappe (ca. 250 KM): Heute heißt es Abschied nehmen, doch wir tun das auf die schönste Art und Weise: im Sattel. Wir starten unseren letzten Tag in Norwegen, und ich habe eine Route gewählt, die uns sanft Richtung Küste bringt, ohne dass wir auf Fahrspaß verzichten müssen.
Wir meiden die vollen Hauptstraßen und befahren das Westufer des Randsfjorden. Kilometerweit gleiten wir direkt am Wasser entlang. Der Rhythmus ist ruhig, die Kurven sind flüssig – perfekt, um die Gedanken schweifen zu lassen und die gewaltigen Eindrücke der letzten Woche (Trollstigen, Gletscher, Hochebenen) noch einmal im Kopf abzuspielen.

Seen-Sucht: Tyrifjorden & das grüne Herz
Bei Jevnaker wechseln wir die Kulisse, bleiben aber dem Element Wasser treu und erreichen den Tyrifjorden. Er ist einer der schönsten Binnenseen Norwegens. Hier öffnet sich die Landschaft noch einmal.

Auf dem letzten Stück Richtung Süden spüren wir bereits, wie wir uns dem Meer nähern. Die Luft wird salziger, die Vegetation maritim. Wir rollen in Larvik ein – direkt bis zum Fähranleger.

Der Übergang: "Ha det bra", Norwegen!
Am Nachmittag verladen wir die Maschinen auf der Fähre und dann geht es auch schon los. Bei einem guten Essen an Bord lassen wir die Reise ausklingen und schmieden vielleicht schon Pläne für die nächste Tour.

TAG 12

Der Kreis schließt sich

Tagesetappe (ca. 500 km): Nach dem Frühstück in Hirtshals starten wir die Motoren ein letztes Mal für diese Reise. Die Luft in Dänemark ist frisch, und wir rollen entspannt los. Unser Ziel ist Hamburg, aber wir verfallen nicht in Hektik.
Ich führe uns souverän Richtung Süden. Wir nutzen die gut ausgebaute Autobahn, um Strecke zu machen, lockern die Fahrt aber da auf, wo es Sinn macht, um nicht stur Kilometer zu fressen. Die flache Landschaft Dänemarks zieht an uns vorbei – Zeit, um die Gedanken zu ordnen.

Ein letztes Mal: Kult-Pause bei Annie
Was in Hamburg begann, muss auch standesgemäß enden. Genau wie auf der Hinfahrt blinken wir am Flensburg Fjord rechts raus und steuern Annies Kiosk an.
Es ist der klassische "Full Circle Moment": Wir stehen wieder hier, mit einem Hotdog oder Eis in der Hand und Blick aufs Wasser. Aber wir sind nicht mehr die gleichen wie vor einer Woche. Wir sind jetzt eine eingespielte Truppe, die den Trollstigen bezwungen und am Nordkap des Fjells gefroren hat. Dieser Stopp ist unser gemeinsamer Abschluss, bevor sich die Wege bald trennen.

Ankunft in Hamburg: Tschüss und bis bald
Die letzten Kilometer nach Hamburg spulen wir routiniert ab. Sobald wir den Norden der Hansestadt erreichen, endet unsere gemeinsame Route dort, wo sie begann.

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